Innenarchitekt – Wie ergattert man einen Studienplatz?

StudiumAstronaut, Feuerwehrmann, Lokführer: Kinder haben viele Berufswünsche. Leider vergessen viele dabei, dass es auch ganz naheliegende Dinge gibt, die einen spannenden und gut bezahlten Beruf darstellen: z.B. Innenarchitekt. Denn wer liebt es nicht, mit seinen Eltern zu IKEA zu fahren, dort nach Herzenslust durch das breite Angebot zu stöbern, gefühlt tausende Betten, Stühle und Tisch auszuprobieren, um dann durch die riesigen Regale im Verkaufs- und Kassenbereich zu laufen und das richtige Paket zu finden?

Zuhause angekommen, wird dann das ganze wie ein Weihnachtsgeschenk ausgepackt, nach der „einfachen“ Anleitung zusammengeschraubt, und schon steht ein neues Möbelstück im Kinderzimmer. Was liegt da näher, als das lustvolle Zusammenstellen einer Inneneinrichtung zum Beruf zu machen?

Tatsächlich gibt es eine ganze Reihe von Studiengängen, die sich mit Design aller Art beschäftigen – allem voran natürlich Industriedesign. Wer sich aber mit der Ausstattung von Wohnungen und Häusern beschäftigen möchte, kommt am Studiengang Innenarchitektur nicht vorbei. Dort lernt man alles, was man brauch, um wohlhabenden Menschen, also der oberen 1% der Gesellschaft die Bude einzurichten. Was sich auf den ersten Blick etwas deprimierend anhört, kann natürlich auch sehr interessant sein: Stellen Sie sich doch einmal vor, Sie könnten dem arroganten Nachbarn von nebenan für einen gigantischen Stundenlohn die Arbeit abnehmen, und sich dann hinterher über den blöden Typen lustig machen, der offensichtlich nicht in der Lage ist, selbstständig über seine Wandfarbe und die Möbelkonstellation zu entscheiden!

Darum ist das Designen von Innenarchitektur auch so genial. Denn mit einem passenden Studium wissen Sie genau, wie eine Wohnung so zu gestalten ist, dass sie einfach perfekt aussieht. Auch als Weihnachtsgeschenk oder zum Geburtstag macht sich eine Neueinrichtung der Wohnung im Freundeskreis absolut bezahlt.

Der Studiengang: Wie kommt man an den begehrten Studienplatz?

Zuallererst lohnt sich ein Blick ins Internet: Diverse Webseiten bieten hier übersichtliche Verzeichnisse aller Universitäten in Österreich, die Innenarchitektur anbieten. Auch gibt es diverse Fernhochschulen, die es sogar ermöglichen, bequem neben dem Beruf seinen Abschluss zu machen. Doch wo sind die Unterschiede unter all den Angeboten, und wie unterscheidet man die guten von den zwielichtigen?

Es gibt grundsätzlich staatliche und private Hochschulen: Während staatliche Angebote meist relativ günstig zu haben sind (meist wird einfach ein geringer Semesterbeitrag fällig, der oft auch eine kostenlose Bahnfahrkarte enthält), gibt es hier oft einen sogenannten NC, d.h. Sie müssen einen gewissen Abiturschnitt vorweisen, um zugelassen zu werden. Ansonsten werden einige Wartesemester fällig. Wer übrigens kein Abitur hat, kann meist eine sogenannte Reifeprüfung ablegen und auch so zugelassen werden. Dies ist also kein echtes Hindernis, nur ein Erschwernis, dass sich mit genug Eigeninitiative wahrscheinlich überbrücken lässt.

Mehr Infos auf:
http://www.ndu.ac.at/studium/bachelor-studiengaenge/innenarchitektur-3d-gestaltung.html

Alternativ dazu bieten sich private Institutionen an, die gegen einen – meist relativ hohen – monatlichen Obolus – Studiengänge anbieten, die oft weit weniger überlastet sind als an staatlichen Universitäten. Wer sich also vom hohen Preis nicht abschrecken lässt, der wird hier sicherlich eine Möglichkeit finden, seinen Traumberuf zu ergreifen.

Als letzte Alternative gibt es hier noch Fernhochschulen, die es ermöglichen, parallel zum Beruf bequem von Zuhause aus zu studieren. Bitte beachten Sie aber, dass es einiges an Selbstdisziplin braucht, das auch wirklich durchzuhalten.

Jede der drei Alternativen führt letztendlich zum Ziel. Jetzt gilt es: Anpacken, Recherchieren und los geht es! Viel Spaß beim Studium!