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DIY Innenarchitektur

Roller, IKEA und Internetanbieter: Innenarchitektur selbst gemacht

Welche Möglichkeiten gibt es, sich Möbel für die Innenarchitektur zu kaufen? Das fragt sich wohl so ziemlich jeder, der seine Wohnung oder sein Eigenheim verschönern oder sogar die komplette Innenarchitektur neu gestalten möchte. An Angeboten überschlagen, kann er sich zwischen einer Vielzahl von Möglichkeiten und Alternativen entscheiden. Soll er nun selbst den Gang ins Möbelhaus wagen, sich auf Onlineangebote und -kaufhäuser entscheiden, oder doch gleich einen professionellen Planer engagieren, der ihm all diese Entscheidungen abnimmt?

Grundsätzlich führen viele Wege nach Rom. Aber was unterscheidet den Onlineeinkauf nun vom privaten Gang zum Möbelfachgeschäft, was einen professionellen Innenarchitekten von den vielen, kostenlosen Planungsangeboten im Internet? Um das herauszufinden, haben wir uns einmal alle Möglichkeiten angesehen und sorgfältig miteinander vergleichen.

Mal sehen, ob wir es auch so wie in diesem Video hinbekommen. Im ersten Schritt fuhren wir in ein bekanntes, schwedischen Möbelkaufhaus, auch bekannt als IKEA. Wer hatten schon viel von diesen wunderlichen Ort der Hotdogs und Do-It-Yourself-Möbeln gehört und waren gleich gespannt, wie es dort wohl zugehen mochte. Überrascht hat uns der große und bequeme, kostenlose Parkplatz: Soviel Platz war selten. Gleich direkt angebunden findet sich der Markt, der mit großen Türen gleich den Kunden willkommen heißt. Also, los geht es!

Wir hatten eine Art Supermarkt für Möbel erwartet, mit Bildern von diversen Sitzgelegenheiten, Betten, und einer eher steril wirkenden Kasse. Tatsächlich erwartete uns eine kleine Wunderwelt des Wohnens, mitsamt eigenem Restaurant. Sogar für die Kinderbetreuung war gesorgt, ein Umstand, der uns wirklich überraschte. Insgesamt gab es hier Innenarchitektur zum Anfassen: Wunderschön aufgebaute Möbelparcours, in denen verschiedene „Komplettsets“ feilgeboten wurden. Alles in allem eine sehr zeitaufwendige, aber schöne Art und Weise, sein Heim neu einzurichten.

Als nächstes gingen wir online und sahen uns auf den Seiten der großen Möbelseiten um. Tausende Waren werden hier zum Verkauf angeboten, leider aber ohne „Tarnungseffekt“. Dafür wird alles frei Haus geliefert, oft sogar ohne Versandkosten, und die Preise sind oftmals deutlich niedriger als im Fachgeschäft. Der größte Nachteil ist aber natürlich, dass es nicht wirklich einfach ist, hier zu entscheiden, welche Möbelstücke miteinander am besten harmonieren. Der „Onlineplaner“, der oftmals zur Verfügung stand, gibt leider die Wirklichkeit der Innenarchitektur schlecht wieder: Es gibt einfach keinen Fachmann, der unsere Planungen einem kritischen Blick unterzieht, kein Korrektiv, dass unserer wilden Fantasie einen Realitätscheck entgegenhält. Alles in allem eher etwas für Fortgeschrittene oder Menschen, die einfach allgemein gerne herumprobieren.

Als letztes bietet sich natürlich der Gang zum professionellen Innenarchitekten an, der allerdings oftmals saftige Preise verlangt und für Lieferung und Aufbau teure Fachkräfte einstellt, die nicht wirklich mehr tun als wir es auch könnten – allerdings meist doch deutlich schneller und ohne all den Ärger, den wir alle mit unseren Fertigmöbeln gewohnt sind. Wer sich von den hohen Kosten nicht abschrecken lässt, findet hier eine Rundumversorgung. Wer also nach einem kleinen Lottogewinn möglichst wenig Arbeit haben möchte, sollte sich für diese Variante entscheiden.

Fazit: Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Shopper und bequemer Onlinekäufer, arme Studenten und luxusgewöhnte Besserverdienende: Für jeden ist das passende Angebot verfügbar. Wer sich also darüber beschwert, dass seine Wohnung nicht schön genug aussieht, der sollte sich gleich an die Arbeit machen und einen Termin überlegen, an dem er mit seiner ganzen Familie loslegt und die Neueinrichtung angeht.